1. Mai 2018: Tag der Arbeitskämpfe


Geplanter Tagesablauf


FAU-Abenddemo-Aufruf

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Wir als FAU Sektion Chemnitz laden Euch ein, am ersten Mai mit uns zu demonstrieren und an die gewerkschaftlichen Kämpfe und die Errungenschaften der globalen Arbeiter*innenbewegung zu erinnern, um daran heute weiter anschließen zu können.

Leider sind wir aber an diesem Tag nicht alleine auf der Straße.
Nazis stören uns am Widerstand: Der dritte Weg versucht den Tag für seine braune Propaganda zu instrumentalisieren. Nennt ihn: „Tag der deutschen Arbeit.“
Wir lassen uns den Tag nicht nehmen, lassen nicht zu, dass er von rechts rassistisch umgedeutet wird und nehmen deswegen auch teil am antifaschistischen Protest. Auch weil Antifaschismus, als Kampf gegen gewerkschaftsfeindliche Faschist*innen und Anarchosyndikalismus, als praktischer Kampf gegen Diskriminierung, Ausbeutung und Unterdrückung, einfach zusammengehören.
Wir sind nicht Volk, wir sind Klasse!

Informiert euch hier zu diversen Protesten und Aktionen, die am 1. Mai in Chemnitz geplant sind!

Den Aufruf zur „Abenddemo für eine klassenlose Gesellschaft“ könnt ihr hier nachlesen.

Unsere FAU-Abenddemo für eine klassenlose Gesellschaft ist ab 16 Uhr auf dem Parkplatz bei der Sachsenallee angemeldet, auf dem Thomas-Mann-Platz 1b. Ab diesem Zeitpunkt könnt ihr sie als Anlaufpunkt nutzen, solltet ihr eine Auszeit von den Tumulten des Tages brauchen. Wir planen Musik und Getränke anzubieten und halten, wenn es sich anbietet, erste Redebeiträge, die ihr gerne durch eure ergänzen könnt.
Zwischen 19 und 20 Uhr werden wir uns dann in Bewegung setzten und über den Sonnenberg demonstrieren. Für eine klassenlose Gesellschaft!

6.+7. April: „Syndikat statt Staat 2″

“Syndikat statt Staat 2”

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Zwei Tage im April veranstalten wir von der FAU Stadtsektion Chemnitz zum zweiten Mal das “Syndikat statt Staat”-Festival.
Diesmal auf dem B-Hof in Glösa. Einlass ist an beiden Tagen ab 14 Uhr.
Wieder wird es veganes Essen, Konzerte, Vorträge und workshops zu Arbeitsrecht und Gewerkschaftsthemen geben.
Eintritt für Bands und Nebenkosten: 4-8€. Für Gäste von außerhalb stehen Schlafplätze bereit. Bitte bringt dazu Schlafsäcke mit.

Der 6. April hat dabei folgenden Schwerpunkt: Hartz4, Sozialgesetzbuch 2 und gemeinsame Strategien im Umgang mit Arbeitsamt und Jobcenter.
Es geht um offenen Wissensaustausch und Überlegungen, wie wir den Problemen mit dem Jobcenter durch praktische Solidarität besser begegnen können.
Außerdem findet ein Vortrag statt zur weltweiten Selbstorganisation arbeitender Kinder. Konzerte finden abends statt und davor gibt es veganes Futter.

Der 7. April steht unter dem Motto: Betriebsgruppenarbeit und Organisation im Betrieb.
Diesmal wollen wir gemeinsam darüber sprechen, wie wir uns auf der Arbeit zusammenfinden und organisieren können, um im Betrieb besser für unsere Rechte eintreten zu können. Danach gibt es wieder Nahrung und Musik.
Zwischendurch werden Filme gezeigt. Kommt gerne vorbei, diskutiert, tauscht euch aus und bringt eure eigenen Ideen mit ein.

11. März: GGBO-Solidemo zum Chemnitzer Frauenknast

Beginn:: 13.oo Uhr, Campus der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 70

Offizieller Aufruf: http://www.jena.ggbo.de/

In Chemnitz befindet sich auf der Reichenhainer Straße 236 ein Frauen*-Knast. Hier müssen die Inhaftierten, wie in vielen anderen Justizvollzugsanstalten während ihrer Haft arbeiten. Diese Zwangsarbeit ist hart, gesundheitsgefährdend und kaum entlohnt: Mit 1-2 Euro die Stunde liegt der Lohn weit unter dem Mindestlohn.
Das Ausmaß der Ausbeutung wird noch dadurch gesteigert, dass das profitierende Unternehmen (was oft zum Knast selbst gehört), keine Rentenbeiträge oder andere Sozialversichungszahlungen an die Arbeiterinnen abgibt.

Diese Arbeitsbedingungen werden von den Frauen aus dem Chemnitzer Knast nicht länger akzeptiert. Sie haben sich der bundesweiten Organisation der Gefangenengewerkschaft (GG/BO) angeschlossen und fordern neben dem Mindestlohn auch Sozialversicherungs-Zahlungen und komplette Gewerkschaftsfreiheit auch hinter Gittern!

Wir rufen in Solidarität mit den um ihre Rechte kämpfenden Arbeiterinnen zur Teilnahme an der Demo am 8. März auf.

Knastbild

Wir wollen außerdem darauf hinweisen, dass die Mitglieder der Gefangenengewerkschaft in Chemnitz in mehrfacher Hinsicht von den herrschenden Strukturen betroffen sind. Als Inhaftierte werden sie mit dem ironischen Umstand konfrontiert, dass der Knast arbeitsrechtlich gesehen bisher praktisch rechtsfreier Raum ist und jeglichen Schutz der Arbeitenden vermissen lässt. Außerdem sind die Chemnitzer Gewerkschafterinnen allesamt Frauen, oder werden zumindest vom Knastsystem als solche gesehen und eingeordnet. Ihre gesamtgesellschaftliche Benachteiligung im Patriarchat ergänzt sich daher zu einem schrecklichen Ganzen zusammen mit den Behörden und Rechtsinstanzen des bürgerlich-patriarchalen Staates. Gewalterfahrungen vor und während der Haft und (strukturelle) Diskriminierung durch Staat, Gesellschaft und Partner* sind leider keine Seltenheit und hören auch nach dem Ende der Haft nicht auf. Der Kampf gegen Knäste, gegen das Patriarchat und für bessere Arbeitsbedingungen aller Lohnabhängigen bis zum Ende der Klassen- und Geschlechterherrschaft ist nicht nur im Chemnitzer Frauenknast ein gemeinsamer Kampf für ein selbstbestimmtes Leben.

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24. Nov.: Streik im Amazon-Werk Leipzig

amazonstreikbild

Im Leipziger Amazon-Werk wird gestreikt und wir zeigen unsere Solidarität.
(Mehr Informationen findet ihr hier.)

Ihr seid herzlich eingeladen, gemeinsam mit uns am 24. November nach Leipzig zu fahren.

Wir fahren mit dem Zug und treffen uns dazu um 7.15 Uhr am Gleis 5 des Chemnitzer Hauptbahnhofs.

Ein Rückblick auf den 11. November

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Ihr lest im Folgenden einen leider unveröffentlichten Artikel zur Demo „Ausbeutung beenden“, welche hauptsächlich von Unterstützer*innen und Mitgliedern der FAU Sektion Chemnitz organisiert wurde. Da der Text ursprünglich für eine lokale Zeitung gedacht war, wirkt der Schreibstil unter Umständen etwas seltsam. Seid darauf gefasst!

Zuvor wollen wir uns aber noch ganz herzlich bedanken bei allen Leuten, die von außerhalb angereist sind und natürlich auch bei allen Menschen aus Chemnitz, die trotz des schlechten Wetters dabei waren.
Ganz besonderer Dank geht dabei an diejenigen, die mitgeholfen und mitgestaltet haben. Danke für den Lauti, die Technik, das Malen und Besprühen von Bannern und Transparenten, das Schreiben und Halten von Redebeiträgen und all die anderen Dinge, welche die Aktion ermöglicht haben.

Auch wenn es nur ein relativ kleines Ereignis war, beweist doch diese Demo, die von uns gemeinsam geplant und umgesetzt wurde, welche Wirkung Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe entfalten können. Danke euch allen!

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„Gegen Ausbeutung hilft Solidarität“


Demozug durch Chemnitz stellt Kapitalismus in Frage

Am vergangenen Samstag treffen sich circa 80 Personen um 16 Uhr unter dem Motto „Ausbeutung beenden“ am Karl-Marx-Kopf. Erklärtes Ziel der Versammlung ist darüber zu informieren, mit welchen Strategien im Alltag für mehr soziale Gerechtigkeit gekämpft werden kann. Mit einem großen Banner unter dem Marx-Monument, machen die Demonstrierenden gleich zu Beginn deutlich, dass ihr Ziel einer gerechten Gesellschaft nur jenseits des Kapitalismus zu erreichen ist. „Ich hatte Recht! Kapitalismus untergräbt Mensch und Planet. Gegen Ausbeutung hilft Solidarität“ ist in einer großen Sprechblase unter dem Nischel zu lesen. Auch aus den Transparenten und Bannern geht hervor, dass kapitalistisches Wirtschaften und eine nach Hierarchien geordnete Gesellschaft abgelehnt werden. Schwarz-rote Fahnen zeugen von der Hoffnung auf eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft.
Der Regen fällt und der Demozug setzt sich in Bewegung durch die Innenstadt und biegt über den Johannisplatz Richtung Zentralhaltestelle ab. Musik und Sprechchöre hallen durch die breiten Straßen von Chemnitz bis die Demo den Park der Opfer des Faschismus erreicht. Dort folgt ein Gedenken an die Opfer des deutschen Faschismus und die Betroffenen von Rassismus heute.
Später am Haus der Gewerkschaften werden eine Reihe linker Projekte in der Stadt vorgestellt, in denen Solidarität praktisch erlebt werden kann. Unter den Vorschlägen sind der Umsonstladen, Volxküchen mit Essen gegen Spende oder Solidarische Landwirtschaft. Außerdem stellt sich die Basisgewerkschaft „Freie Arbeiter- und Arbeiterinnen Union“ (FAU) vor, in der sich Lohnabhängige aller Branchen zusammenfinden und für ihre Rechte am Arbeitsplatz kämpfen können.
Dann überquert die Demo die Gleise über eine Gehwegbrücke und erreicht den Sonnenberg. Das Polizeiaufgebot wird sogleich erhöht – offenbar wird mit möglichen Übergriffen gerechnet. Und tatsächlich, später während die Teilnehmenden das umstehende Publikum zur Selbstorganisation gegen Ausbeutung auffordern, wird von außen eine Glasflasche auf die Demo geworfen. Kurz vor einer Reihe aus Kinderwägen, die beim Aufzug dabei sind, zerspringt die Falsche in Scherben. Glücklicherweise gibt es keine Verletzten und wütend über diesen Angriff werden antifaschistische Sprüche laut, welche durch die Hainstraße hallen, bis der Aufzug endlich sein Ende in der Peterstraße findet.
Die PARTEI wartet dort schon mit einem Pavillon und verteilt auf Papier gedrucktes „Demogeld“, um sich über rechte Gerüchte, linke Demonstrierende würden für ihr Engagement vom Staat bezahlt werden, lustig zu machen.
Die Veranstaltung endet mit Musik und Redebeiträgen: „Überlegt Euch selbst, was Euch stört und wie ihr dagegen im Alltag vor gehen könnt. Organisiert euch selbst – im Betrieb und Zuhause“ wird das Anliegen ein letztes Mal deutlich. Dann endet die Demo. Für die meisten Teilnehmenden eine gelungene Aktion.



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