18. August: Kunstaktion „Platzangst im Gefängnis“

Presseerklärung:

Weiterhin fordert die FAU Sektion Chemnitz den sofortigen Haftaufschub zwecks Therapie für eine Insassin der JVA Chemnitz, die mit Agoraphobie und Panikattacken immernoch inhaftiert ist. Unabhängige psychologische Gutachten erklärten bereits Haftunfähigkeit aufgrund ihres Zustandes, doch die Angestellten der JVA antworten darauf lediglich mit Medikamenten oder Einzelhaft.
Die Kunstaktion fiel wegen des Rummels in der Chemnitzer Innenstadt dieses Mal etwas kleiner aus, doch konnten die Aktivist*innen der FAU Chemnitz so die antifaschistischen Aktionen gegen die sich am Marx-Kopf versammelnden Rechten unterstützen und inhaltlich bereichern. Neben eher unpolitischen, bürgerlich-liberalen und satirischen-humoristischen Aktionen an diesem Tag war so auch ernsthafte Kritik an den Verhältnisse hörbar, welche nicht zufällig rechte Ideologie mit hervorbringen. Denn die Idee Menschen seien unterschiedlich wertvoll und die „Schlechteren“ müssen daher durch hohe Mauern vom Rest getrennt werden, zeigt sich nicht nur im Rassismus der Rechten. Wir finden diese Vorstellungen auch im deutschen Justizsystem umgesetzt, das ebenfalls auf Eingrenzung, Isolation und Abwertung von Menschen basiert. Um zu verhindern, dass Menschen anderen schaden, sollte statt dessen zunächst das Wirtschaftssystem hinterfragt und gewerkschaftlich bekämpft werden, welches genau die Konkurrenz und Gegner*innenschaft aller zum gesellschaftlich wirksamen Prinzip erhoben hat: Der Kapitalismus.
Hier gelten Menschen, die auf Kosten anderer Profit erwirtschaften, als erfolgreich, während für ähnliches Verhalten im kleineren Stil Menschen kriminalisiert und eingesperrt werden. Die so erzeugte Angst verstehen wir als Sicherung des Gehorsams der Bevölkerung in die staatliche Herrschaft. Um diese Angst in ausreichend großem Maß aufrecht zu erhalten, scheinen sich auch im Chemnitzer Frauengefängnis die Haftbedingungen stetig zu verschlechtern. In Zusammenarbeit mit der Gefangenengewerkschaft (GG/BO) fordern wir das Ende dieser menschenunwürdigen Zustände in deutschen Gefängnissen und rufen die Chemnitzer Einwohner*innen auf, sich mit der Gewerkschaft und den Betroffenen zu solidarisieren. Alle Menschen mögen sich herzlich eingeladen fühlen, im Zuge folgender Aktionen eine Postkarte für die Gefangene zu unterschreiben!

30. Juni: Pressebericht zur Soli-Kunstaktion

Am Samstag Mittag wurden von der FAU Chemnitz zwei Käfige mit “Inhaftierten” auf dem Rathausplatz aufgestellt. Diese Kunstaktion wollte auf die unhaltbare Situation einer Gefangenen im Chemnitzer Frauengefängnis hinweisen.

Durch eine posttraumatische Belastungsstörung erleidet die Insassin immer wieder Panikattacken mit Herzrasen und Schweißausbrüchen. Die Gefangene wurde durch unabhängige psychologische Gutachten für haftunfähig erklärt. Leider sitzt die Betroffene immernoch in Haft. Von der Bevölkerung erfuhr die Kunstaktion ein durchweg positives Feedback. Es fand ein reger Austausch zwischen ehemaligen Häftlingen, Betroffenen mit ähnlichem Krankheitsbild und Interessierten statt. In Folge der großen Beteiligung und mit der Entschlossenheit, die Misstände stetig zu thematisieren und zur Unterstützung der Forderung der Gefangenengwerkschaft nach Haftunterbrechung für Behandlung und Reha, wird die Kunstaktion weiterhin die Innenstadt verschönern.

30. Juni: Kunstaktion „Platzangst im Gefängnis“

Samstag, am 30. Juni treffen wir uns um 14 Uhr am Rathausplatz (oder alternativ am roten Turm in der Nähe) zu einer Kunstaktion. Ihr seid herzlich eingeladen zu kommen und eure Solidarität mit der inhaftierten Gewerkschafterin zu zeigen. Ende 18 Uhr.

Wir üben kreativen Protest um die Haftleitung des Chemnitzer Frauenknast davon zu überzeugen, einer traumatisierten Gefangenen und Gewerkschafterin der GG/BO zwecks ihrer Therapie einen Haftaufschub zu gewähren.

Daneben solidarisieren wir uns mit den Forderungen der GG/BO nach Mindestlohn, Sozialversicherungsbeiträgen und Gewerkschaftsfreiheit im Knast.
Unser Widerstand richtet sich darüber hinaus gegen alle totalitären Institutionen, Knäste, Zwangspsychiatrien und andere, weil sie Symptome und keine Ursachen sozialer Krisen bekämpfen.
Für eine befreite Gesellschaft ohne Patriarchat und kapitalistische Ausbeutung in der jeder Käfig leer und kein Knast mehr notwendig ist.

Den Fall der traumatisierten Gewerkschafterin beschreiben die
GG/BO Solidaritätsgruppen Jena und Leipzig folgendermaßen: Seit Monaten bemüht sich eine Gefangene, die von Psychologen u.a. aufgrund einer Agoraphobie mit Panikstörung schon mehrfach für haftunfähig erklärt wurde, um eine Haftunterbrechung zur Behandlung ihrer psychosomatischen Erkrankung. Jedoch scheint keine der zuständigen Stellen dazu in der Lage oder gewillt, der Gefangenen ihr Recht auf Therapie und Haftunterbrechung zu gewähren. Nun will sie gemeinsam mit der Gefangenen-Gewerkschaft und ihren Solidaritätsgruppen für ihr Recht kämpfen.

Mehr Infos auf der Seite der GG/BO oder bei Facebook.

[Hier wäre ein Bild, was aber leider nicht angezeigt werden kann.]

1. Mai 2018: Tag der Arbeitskämpfe


Geplanter Tagesablauf


FAU-Abenddemo-Aufruf

[Bild defekt!]

Wir als FAU Sektion Chemnitz laden Euch ein, am ersten Mai mit uns zu demonstrieren und an die gewerkschaftlichen Kämpfe und die Errungenschaften der globalen Arbeiter*innenbewegung zu erinnern, um daran heute weiter anschließen zu können.

Leider sind wir aber an diesem Tag nicht alleine auf der Straße.
Nazis stören uns am Widerstand: Der dritte Weg versucht den Tag für seine braune Propaganda zu instrumentalisieren. Nennt ihn: „Tag der deutschen Arbeit.“
Wir lassen uns den Tag nicht nehmen, lassen nicht zu, dass er von rechts rassistisch umgedeutet wird und nehmen deswegen auch teil am antifaschistischen Protest. Auch weil Antifaschismus, als Kampf gegen gewerkschaftsfeindliche Faschist*innen und Anarchosyndikalismus, als praktischer Kampf gegen Diskriminierung, Ausbeutung und Unterdrückung, einfach zusammengehören.
Wir sind nicht Volk, wir sind Klasse!

Informiert euch hier zu diversen Protesten und Aktionen, die am 1. Mai in Chemnitz geplant sind!

Den Aufruf zur „Abenddemo für eine klassenlose Gesellschaft“ könnt ihr hier nachlesen.

Unsere FAU-Abenddemo für eine klassenlose Gesellschaft ist ab 16 Uhr auf dem Parkplatz bei der Sachsenallee angemeldet, auf dem Thomas-Mann-Platz 1b. Ab diesem Zeitpunkt könnt ihr sie als Anlaufpunkt nutzen, solltet ihr eine Auszeit von den Tumulten des Tages brauchen. Wir planen Musik und Getränke anzubieten und halten, wenn es sich anbietet, erste Redebeiträge, die ihr gerne durch eure ergänzen könnt.
Zwischen 19 und 20 Uhr werden wir uns dann in Bewegung setzten und über den Sonnenberg demonstrieren. Für eine klassenlose Gesellschaft!

6.+7. April: „Syndikat statt Staat 2″

“Syndikat statt Staat 2”

[Bild wird nicht angezeigt]

Zwei Tage im April veranstalten wir von der FAU Stadtsektion Chemnitz zum zweiten Mal das “Syndikat statt Staat”-Festival.
Diesmal auf dem B-Hof in Glösa. Einlass ist an beiden Tagen ab 14 Uhr.
Wieder wird es veganes Essen, Konzerte, Vorträge und workshops zu Arbeitsrecht und Gewerkschaftsthemen geben.
Eintritt für Bands und Nebenkosten: 4-8€. Für Gäste von außerhalb stehen Schlafplätze bereit. Bitte bringt dazu Schlafsäcke mit.

Der 6. April hat dabei folgenden Schwerpunkt: Hartz4, Sozialgesetzbuch 2 und gemeinsame Strategien im Umgang mit Arbeitsamt und Jobcenter.
Es geht um offenen Wissensaustausch und Überlegungen, wie wir den Problemen mit dem Jobcenter durch praktische Solidarität besser begegnen können.
Außerdem findet ein Vortrag statt zur weltweiten Selbstorganisation arbeitender Kinder. Konzerte finden abends statt und davor gibt es veganes Futter.

Der 7. April steht unter dem Motto: Betriebsgruppenarbeit und Organisation im Betrieb.
Diesmal wollen wir gemeinsam darüber sprechen, wie wir uns auf der Arbeit zusammenfinden und organisieren können, um im Betrieb besser für unsere Rechte eintreten zu können. Danach gibt es wieder Nahrung und Musik.
Zwischendurch werden Filme gezeigt. Kommt gerne vorbei, diskutiert, tauscht euch aus und bringt eure eigenen Ideen mit ein.